GfS unterstützt die Ausbildung von Notfallkompetenzen


Waldkirch, 11.03.2016

Die Förderung des Nachwuchses in Sachen Sicherheit ist ein Hauptziel der Gesellschaft für Sicherheitswissenschaft e. V. (GfS), die sich seit ihrer Gründung im Jahre 1978 als eine fachübergreifende Plattform für den wissenschaftlichen Austausch zum Thema Sicherheit und der Vermeidung von Gefahren versteht. Sie verfolgt ihre Ziele auf einer praxisorientierten akademischen Basis und setzt sich für eine eigenständige, interdisziplinäre Sicherheitswissenschaft ein.

„Sicherheit ist ein allgegenwärtiges Thema mit vielen Gesichtern und Gefahren sind keineswegs etwas Neues.  Wir sehen die Notwendigkeit, den Umgang mit Gefahren und Risiken in der Gesellschaft der Sache angemessen zu thematisieren“, so der Präsident der GfS Dr. Sebastian Festag. Wichtig sei vor allem „grundlegende Notfallkompetenzen in integrierter Form in der Bevölkerung aufwachsen zu lassen und so die Eigenverantwortung schon von klein auf zu stärken“, so Festag weiter.

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(v.l.n.r.): Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck (Leiter AK Brandschutzerziehung) und Jörg Berger (Kreisbrandmeister Emmendingen) erhalten von Dr. Sebastian Festag (Präsident der Gesellschaft für Sicherheitswissenschaft e. V.) und Heinrich Herbster (Geschäftsbereichsleiter Hekatron) das Rauchdemohaus.

Einen Baustein bei der Nachwuchsförderung leistet die Ausbildung von Notfallkompetenzen schon in den Schulen. Hier besteht eine praxisnahe Verknüpfung zwischen den Aktivitäten der GfS und dem 2015 gegründeten Arbeitskreis „Brandschutzerziehung“ im Kreisfeuerwehrverband (KFV) Emmendingen, der von dem Denzlinger Feuerwehrmann Prof. Dr. Wolfgang Hochbruck geleitet wird. Mit der Firma Hekatron wurde ein Sponsor für ein „Rauchdemohaus“ gewonnen, das bei der Jahreshauptversammlung des KFV am 11. März 2016 in Waldkirch vor rund 200 Teilnehmern an den Arbeitskreis übergeben wurde. Mit dem „Rauchdemohaus“ wird die Ausbildung von Notfallkompetenzen unterstützt. Zum einen werden daran Schulkinder auf typische Gefahren im Haushalt hingewiesen. Es wird erklärt wo Gefahrenquellen lauern, wie sie entstehen, wie sie vermieden werden können, wie im Notfall zu reagieren ist und wie Schutzmaßnahmen (z. B. Rauchwarnmelder) funktionieren. Das Rauchdemohaus wird zum anderen dazu genutzt, Rettungskräfte im taktischen Angriff auszubilden.

Zu dem Thema ist von Dr. Sebastian Festag im vergangenen Jahr ein Buch über das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit dem Titel „Risikokompetenz: Beurteilung von Risiken“ erschienen, das kostenlos im Internet bezogen werden kann und sich auch mit der Förderung von Kompetenzen zur Beurteilung von Risiken befasst.

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